Arsamosata, Archäologische Stätte nahe Elazığ, Türkei
Arsamosata sind die Überreste einer antiken Siedlung an den Ufern des Murat-Flusses in der Türkei, wobei Teile der Stadt heute unter dem Stausee des Keban-Damms liegen. Die ursprüngliche Struktur der Siedlung erstreckt sich über ein größeres Gebiet, dessen Umfang durch die künstliche Flutung stark verändert wurde.
Die Stadt wurde um 240 v.Chr. von Arsames I., dem König von Sophene und Kommagene, gegründet und diente zunächst als königliche Residenz. Sie wurde im ersten Jahrhundert v.Chr. zerstört und spielte bis dahin eine wichtige Rolle als Verwaltungszentrum in der Region.
Der persisch beeinflusste Name Arsamosata bedeutet Freude des Arsames und zeigt, wie antike Herrscher ihre Siedlungen in Anatolien nach königlichen Traditionen benannten. Solche Namenswahlen spiegeln wider, wie Machthaber ihre Herrschaft durch Ortsbezeichnungen ausdrückten.
Der Zugang zu dem Ort erfordert Abstimmung mit lokalen Behörden, da sich ein großer Teil der antiken Stadt unter dem Keban-Stausee befindet. Die beste Zeit zum Besuch ist während der Trockenzeit, wenn mehr Teile der Ruinen sichtbar werden.
Die Akropolis von Arsamosata ragt heute als Insel aus dem künstlichen See auf, der 1973 entstanden ist, und zeigt dadurch, wo sich das Stadtzentrum ursprünglich befand. Diese ungewöhnliche Lage unter Wasser hat paradoxerweise dazu beigetragen, dass die archäologischen Schichten vor Plünderung geschützt bleiben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.