Dolmabahçe-Palast, Osmanischer Palast in Beşiktaş, Türkei
Der Dolmabahçe-Palast ist ein osmanisches Verwaltungsgebäude im Stadtteil Beşiktaş direkt am europäischen Bosporusufer in der Türkei. Die Anlage gliedert sich in drei Hauptbereiche mit mehreren Empfangssälen, Wohnräumen und einem zentralen Zeremoniensaal unter einer hohen Kuppel.
Der Sultan beauftragte ab 1843 armenische Baumeister mit dem Entwurf, der bis 1856 fertiggestellt wurde. Die Residenz sollte das alte Topkapı-Serail ersetzen und die Öffnung des Reiches gegenüber europäischen Einflüssen zeigen.
Der Name bedeutet "gefüllter Garten" und verweist auf den aufgeschütteten Küstenstreifen, auf dem der Bau steht. Prunkvolle Kronleuchter aus böhmischem Kristall hängen in vielen Sälen, während vergoldete Stuckverzierungen an den Decken die Wände rahmen.
Rundgänge führen durch den repräsentativen Männerbereich und anschließend durch die privaten Wohnräume des Harems. Fotografieren ist im Inneren nicht gestattet, deshalb lohnt sich besonders aufmerksames Betrachten während des Besuchs.
Der letzte osmanische Sultan verließ den Ort 1922, und Atatürk nutzte ihn danach als Präsidentenresidenz bis zu seinem Tod im Jahr 1938. Alle Uhren im Gebäude stehen seither auf die Sterbestunde 9:05 Uhr eingestellt.
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