Taşkışla, Akademischer Architekturkomplex in Beyoğlu, Türkei.
Taşkışla ist ein akademisches Gebäudekomplex in Istanbul mit neorenaissance-Architektur und großen Fenstern, die helle, offene Korridore über mehrere Stockwerke hinweg schaffen. Die Struktur kombiniert Steinmauerwerk mit ausreichend Raum für Lehr- und Lernbereiche.
Der englische Architekt William James Smith errichtete Taşkışla zwischen 1846 und 1852 ursprünglich als Medizinschule. Nach 1860 wurde es in Militärkasernen umgewandelt und diente längere Zeit zum Schutz des nahe gelegenen Dolmabahçe-Palastes.
Das Gebäude zeigt westliche Architekturinflüsse, die während des Tanzimat-Reformprozesses im Osmanischen Reich präsent waren. Seine neoklassizistischen Elemente spiegeln den Austausch zwischen europäischen und lokalen Baustilen wider.
Das Gebäude wird derzeit von der Architekturfakultät der Technischen Universität Istanbul genutzt. Die Lage in Beyoğlu ermöglicht gute Zugänglichkeit durch Straßenbahnen und Seilbahnen wie die Maçka-Seilbahn.
Die Struktur wurde mehrfach umgebaut und diente zunächst als medizinische Ausbildungsstätte, dann als Schutzposten für den kaiserlichen Palast, bevor sie schließlich zur Architekturschule wurde. Diese wechselvolle Nutzungsgeschichte spiegelt die turbulenten Veränderungen Istanbuls wider.
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