İstiklal Caddesi, Fußgängerallee in Beyoğlu, Türkei
Die İstiklal-Allee ist eine 1600 Meter lange Fußgängerstraße in Beyoğlu, die das Tünel-Viertel mit dem Taksim-Platz verbindet. Die Gebäude entlang der Route zeigen spätosmanische Architektur aus dem 19. Jahrhundert, mit neoklassizistischen Fassaden, gotischen Elementen und Jugendstildetails.
Die Straße hieß in osmanischer Zeit Cadde-i Kebir, was große Allee bedeutet, und diente als Hauptachse des europäischen Viertels Pera. Nach dem Unabhängigkeitskrieg erhielt sie 1923 ihren heutigen Namen zum Gedenken an den Sieg und die Gründung der Republik.
Der Name bedeutet Unabhängigkeitsallee und erinnert an den Gründungsmythos der modernen Türkei, was sich in den vielen Flaggen und patriotischen Symbolen entlang der Fußgängerzone widerspiegelt. In den Seitenstraßen und Passagen wie dem Blumengang finden sich traditionelle Meyhane-Lokale, wo Einheimische bei Rakı und Meze zusammensitzen.
Die gesamte Strecke ist autofrei und kann bequem zu Fuß abgelaufen werden, wobei die rote historische Straßenbahn langsam durch die Mitte fährt. Galerien, Buchläden und Cafés säumen beide Seiten, sodass man jederzeit einkehren oder eine Pause einlegen kann.
Mehrere Gotteshäuser verschiedener Konfessionen stehen entlang der Route, darunter die katholische Kirche Sant'Antonio di Padova und die griechisch-orthodoxe Hagia Triada. Diese Vielfalt erinnert an die Zeit, als das Viertel Heimat zahlreicher europäischer Gemeinschaften war.
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