Ordu, Verwaltungsprovinz an der Schwarzmeerküste, Türkei
Die Provinz Ordu ist ein Verwaltungsbezirk an der Schwarzmeerküste im Norden der Türkei, der sich zwischen den grünen Hängen des Pontischen Gebirges und den Kieseln des Meeres erstreckt. Die Landschaft wird von steilen Flussbetten durchschnitten, während an den Berghängen weitläufige Plantagen und dichte Wälder wachsen.
Griechische Siedler aus Milet gründeten im achten Jahrhundert vor Christus an dieser Küste mehrere Kolonien, die später unter persische, römische und byzantinische Kontrolle fielen. Nach der osmanischen Eroberung entwickelte sich die Zone zu einem militärischen Stützpunkt und wurde in der republikanischen Ära als eigenständige Verwaltungseinheit neu organisiert.
Der Name der Region leitet sich vom osmanischen Wort für Armeekorps ab, das im 19. Jahrhundert für die militärische Verwaltung dieser Küstenzone verwendet wurde. Heute sieht man an vielen Straßenecken lokale Produzenten, die ihre Nüsse in einfachen Ständen anbieten, während am Schwarzen Meer die typische Küche der Region mit Mais und Fisch serviert wird.
Die Küstenstraße verbindet die größeren Orte im Norden, während kleinere Bergdörfer über kurvenreiche Nebenwege erreichbar sind. Die Verwaltungszentren der einzelnen Bezirke bieten lokale Dienstleistungen und Auskünfte während der üblichen Bürozeiten.
An den Hängen wachsen die Nussbäume oft so dicht, dass Erntearbeiter zwischen den Ästen spezielle Holzkonstruktionen bauen, um sich beim Pflücken sicherer zu bewegen. Diese temporären Gerüste werden von einer Saison zur nächsten weitergegeben und an die Form der Baumkronen angepasst.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.