Myriandrus, Archäologische Stätte nahe Iskenderun, Türkei
Myriandrus ist eine archäologische Stätte an der Mittelmeerküste der Türkei in der Provinz Hatay, wo Überreste einer antiken Hafenstadt erhalten geblieben sind. Auf dem Gelände sind Fundamente von Wohnhäusern, Lagerbauten und anderen Strukturen aus verschiedenen Epochen sichtbar.
Die Siedlung entstand in phönizischer Zeit und wurde später von Griechen und anderen Völkern übernommen, die hier ihre eigenen Hafenanlagen errichteten. Über Jahrhunderte diente sie als Umschlagplatz für Waren, die zwischen verschiedenen Regionen des östlichen Mittelmeers transportiert wurden.
Der Name Myriandrus taucht in antiken Texten als wichtiger Orientierungspunkt für Seeleute auf, was zeigt, welche Rolle dieser Ort im Bewusstsein der damaligen Zeit spielte. Heute finden Besucher vor Ort Keramikreste und Werkzeuge, die Einblicke in den Alltag von Händlern und Fischern geben.
Die Stätte liegt nahe der Stadt Iskenderun und ist am besten mit dem Auto erreichbar, da die Überreste über ein weitläufiges Gebiet verteilt sind. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert, besonders bei warmem Wetter.
Der antike Geograph Strabo erwähnte Myriandrus ausdrücklich als Orientierungspunkt für Seeleute, was zeigt, wie bekannt dieser Ort in der griechisch-römischen Welt war. Diese Bekanntheit prägte den Namen des gesamten Golfs, der in alten Quellen als Golf von Myriandrus bezeichnet wird.
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