Kathedrale von Kars, Kathedrale und Moschee in der Provinz Kars, Türkei.
Die Kathedrale von Kars ist ein in Armenien gebautes Steingebäude mit quadratischem Grundriss und vier Nischen, die nach außen strahlen, sowie einer runden Kuppel auf zwölf Bögen. Der Innenraum wird durch diese strukturellen Elemente geprägt, die das gesamte Bauwerk zusammenhalten.
König Abas I. von Armenien ließ dieses Gebäude 930 als Kathedrale errichten, doch nach der Invasion der Seldschuken 1064 wurde es zu einer Moschee umgewandelt. Diese Veränderung war Teil der großen Umbruchzeit in der Region.
Die zwölf steinernen Apostelfiguren, die in die Zwickel der Kuppel gemeißelt sind, stammen aus der Zeit, als das Gebäude als christliches Gotteshaus diente. Diese Schnitzereien zeigen, wie Kunsthandwerker damals religiöse Überzeugungen in Stein umsetzten.
Das Gebäude kann durch drei Eingänge betreten werden, die an der Westseite, Südseite und Nordseite des Bauwerks angebracht sind. Die Zugänglichkeit ist dadurch von verschiedenen Seiten her möglich.
Das Gebäude hat im Laufe der Zeit mehrfach seine Funktion gewechselt und diente nacheinander als Kathedrale, Moschee und Museum. Diese wechselhafte Nutzungsgeschichte spiegelt die politischen und religiösen Verschiebungen wider, die die Region durchlebte.
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