Mardin Castle, Mittelalterliche Burg in Mardin, Türkei.
Mardin Castle ist eine Festungsanlage hoch über der Stadt Mardin im Südosten der Türkei, die auf einem felsigen Bergrücken liegt und das umliegende Flachland weiträumig überblickt. Die erhaltenen Mauern und Wehrtürme fügen sich in den Felsen ein und zeigen den Aufbau einer über viele Jahrhunderte gewachsenen Verteidigungsanlage.
Die Burg wurde im 10. Jahrhundert unter der Hamdaniden-Dynastie errichtet und diente anschließend unter Byzantinern, Seldschuken, Artukiden und Osmanen jeweils als strategischer Stützpunkt. Jede dieser Mächte hinterließ Spuren an den Mauern, die teils umgebaut oder verstärkt wurden, um den jeweiligen militärischen Erfordernissen zu entsprechen.
Der Name der Burg leitet sich vom aramäischen Wort für Festung ab, was die tiefe sprachliche Verwurzelung dieser Region in einer sehr alten Kultur widerspiegelt. Wer durch die engen Gassen der Altstadt von Mardin schlendert, kann die Burg von verschiedenen Punkten aus sehen und spürt, wie sie das Stadtbild seit Jahrhunderten prägt.
Die Burg wird heute als Militäranlage genutzt, weshalb der Zugang für die Öffentlichkeit stark eingeschränkt ist und weite Teile des Geländes nicht betreten werden dürfen. Von mehreren Punkten in der Altstadt von Mardin aus lässt sich die Anlage jedoch gut von unten betrachten, und bei guten Lichtverhältnissen ergibt sich am frühen Morgen oder am späten Nachmittag die beste Sicht.
Unter den Hauptbauten der Burg befinden sich unterirdische Kammern, die in den Felsen gehauen wurden und während langer Belagerungen als Vorratslager dienten. Diese Räume zeigen, dass die Verteidiger auf sehr lange Perioden der Isolation vorbereitet waren, ohne auf Nachschub von außen angewiesen zu sein.
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