Göreme National Park and the Rock Sites of Cappadocia, Weltkulturerbestätte in der Provinz Nevşehir, Türkei
Das Gebiet umfasst eine vulkanische Landschaft mit Felsformationen, die durch Erosion über Jahrmillionen entstanden sind. Tuffsteintürme erheben sich zwischen tiefen Tälern, während in die weichen Hänge Hunderte von Räumen gegraben wurden.
Christliche Gemeinschaften begannen im 4. Jahrhundert unterirdische Siedlungen mit Kapellen und Wohnräumen zu graben, um sich vor Angreifern zu schützen. Die Anlagen wuchsen über Jahrhunderte und erreichten Tiefen von mehreren Stockwerken unter der Erde.
Einheimische leben noch heute in manchen der ausgehöhlten Felsformationen und nutzen die natürliche Kühle der Höhlen als Lagerraum oder Werkstatt. Besucher sehen Teppiche und handgearbeitete Keramik vor den Eingängen zum Verkauf ausgelegt, während Frauen am Webstuhl arbeiten.
Man erkundet die Gegend am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad, da viele Pfade zwischen den Tälern verlaufen und schmale Zugänge zu den Höhlen führen. Warme Kleidung empfiehlt sich für den Besuch der unterirdischen Anlagen, wo die Temperatur das ganze Jahr über niedrig bleibt.
Manche der unterirdischen Städte reichen bis zu acht Stockwerke in die Tiefe und boten mehreren tausend Menschen gleichzeitig Zuflucht. Massive Steinräder dienten als Türen, die von innen verriegelt wurden und ganze Abschnitte abschotteten.
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