Zelve, Byzantinischer Klosterkomplex in Nevşehir, Türkei.
Das Zelve-Kloster ist ein komplexes System aus in Tuffstein gehauenen Kirchen, Kapellen und Gemeinschaftsräumen, die sich über drei verbundene Täler erstrecken. Die einzelnen Kammern und Korridore zeigen, wie Mönche ihre Wohn- und Gebetsräume direkt in den weichen Stein des Plateaus integrierten.
Das Kloster entwickelte sich vom 9. bis 13. Jahrhundert zu einem wichtigen Zufluchtsort für frühe Christen und war ein Zentrum der Priesterschulung. Seine Bedeutung wuchs durch die Nähe zu Handelswegen und die Schutzfunktion, die der Stein vor äußeren Bedrohungen bot.
Die Kirche mit freistehenden Säulen zeigt Kreuze in hohem Relief, die während der Zeit der Bilderfeindlichkeit in Byzanz entstanden sind. Besucher können heute noch sehen, wie diese Symbole in den Stein gemeißelt wurden und welche Bedeutung sie für die damaligen Gläubigen hatten.
Die Anlage hat Parkplätze, Toiletten und Cafes, morgens zu besuchen ist ideal wegen der intensiven Nachmittagssonne. Festes Schuhwerk ist empfohlen, da die unebenen Wege und Treppen innerhalb der Steinformationen erfordern.
Das Kloster enthält ein Tunnelsystem, das zwei Täler verbindet und Reste einer in den Hang gehauenen Windmühle aufweist. Entlang der Talwande finden sich auch zahlreiche Taubenburgen, die zeigen, wie die Bewohner Tiere zur Nahrungsversorgung nutzten.
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