Zelve, Byzantinischer Klosterkomplex in Nevşehir, Türkei.
Das Zelve-Kloster ist ein Komplex aus in den Fels gehauenen Kirchen, Kapellen und Gemeinschaftsräumen, die in weiches Tuffgestein in drei miteinander verbundenen Tälern nahe Nevşehir in der Türkei gegraben wurden. Die Räume und Gänge sind durch natürliche Öffnungen und gemeißelte Durchgänge miteinander verbunden und geben einen guten Eindruck davon, wie groß dieser ehemalige Lebensraum war.
Das Kloster war vom 9. bis zum 13. Jahrhundert ein wichtiger Rückzugsort für frühe Christen in Kappadokien und diente als Ausbildungszentrum für Priester. Es war eine der letzten Gemeinschaften, die die Gegend verließen, und blieb bis ins 20. Jahrhundert in anderer Form bewohnt.
Die Direkli-Kirche zeigt Hochrelief-Kreuze, die in eine Zeit gehören, in der bildliche Darstellungen verboten waren. Diese in den Stein gemeißelten Symbole zeigen, wie die Mönche ihren Glauben trotz äußerer Einschränkungen zum Ausdruck brachten.
Das Gelände ist zu Fuß erkundbar, aber die Wege sind uneben und es gibt viele Treppen, daher ist festes Schuhwerk ratsam. Ein Besuch am Morgen lohnt sich, da die Felswände am Nachmittag der Sonne stark ausgesetzt sind.
Ein in den Fels gehauener Tunnel verbindet zwei der drei Täler miteinander und ermöglichte es den Bewohnern, sich ungesehen zwischen ihnen zu bewegen. An den Talwänden sind auch Überreste einer in den Fels gemeißelten Windmühle zu sehen, was für ein Kloster ungewöhnlich ist.
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