Nord-Krim-Kanal, Bewässerungskanal auf der Halbinsel Krim.
Der Nordkrimkanal ist ein künstlicher Wasserlauf, der vom Kachowka-Stausee auf dem ukrainischen Festland über die Landenge von Perekop bis zur Halbinsel Krim führt. Die Wasserstraße verläuft durch flaches Steppengelände und erreicht stellenweise beträchtliche Breiten, wobei Betonwände und Erdwälle die Ufer stabilisieren.
Sowjetische Planer entwarfen das Projekt in den 1950er Jahren, um die trockenen Regionen der Halbinsel zu bewässern. Die Bauarbeiten begannen 1961 und wurden schrittweise erweitert, bis der Kanal Anfang der 1970er Jahre die östliche Küste erreichte.
Der Kanal veränderte die landwirtschaftlichen Praktiken auf der Krim durch großflächige Landwirtschaft und unterstützte das Bevölkerungswachstum in wasserarmen Regionen.
Der Kanal verläuft durch weitgehend unbewohntes Gebiet mit wenigen Zufahrtswegen, wodurch viele Abschnitte schwer zugänglich sind. Besuchern wird empfohlen, sich auf die Bereiche in der Nähe größerer Ortschaften zu konzentrieren, wo Straßen und Brücken Orientierungspunkte bieten.
In manchen Abschnitten nutzen Angler die Uferzone, obwohl die Strömung und der schwankende Wasserspiegel das Fischen erschweren. Einige Brücken tragen Inschriften aus der Sowjetzeit, die an die Arbeiter erinnern, die am Bau beteiligt waren.
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