Balaklawa, Hafenbezirk in Sewastopol, Russland.
Balaklawa ist ein Hafenbezirk in Sewastopol, Russland, der sich entlang einer fjordähnlichen Bucht erstreckt, die von steilen Kalksteinhängen eingerahmt wird und bis zu 400 Meter breit ist. Das tiefe Wasser der Bucht bietet geschützten Ankerplatz, während sich am Eingang alte Befestigungstürme auf beiden Seiten der Durchfahrt erheben und den Zugang zum inneren Hafen markieren.
Griechische Siedler gründeten hier im vierten Jahrhundert vor Christus eine Handelsstation am Schwarzen Meer, die später unter römischer und byzantinischer Herrschaft stand. Genuesen errichteten im 14. Jahrhundert die Festung und kontrollierten die Bucht, bis osmanische Truppen das Gebiet im 15. Jahrhundert eroberten und für mehr als drei Jahrhunderte beherrschten.
Die Hafenzone zeigt noch heute die Spuren der genuesischen Festung, deren massive Türme sich über das Wasser erheben und von der einstigen Kontrolle über die Handelswege im Schwarzen Meer zeugen. Fischer legen weiterhin entlang der Kaimauer an, während ihre Boote in der geschützten Bucht zwischen den Klippen liegen.
Die Fahrt von der Innenstadt Sewastopols mit lokalen Bussen dauert etwa eine halbe Stunde und endet im Zentrum der Bucht, von wo aus Besucher zu Fuß entlang der Uferstraße weitergehen können. Die Straßen steigen teilweise steil an den Hängen an, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für längere Erkundungen außerhalb der Hafenzone.
Ein Tunnelsystem im Berg führt zu einer unterirdischen Anlage aus sowjetischer Zeit, die bis zu sieben Unterseeboote gleichzeitig aufnehmen konnte und durch ihre Lage im Fels vor Luftangriffen geschützt war. Die massiven Stahltore am Eingang können noch heute besichtigt werden und geben einen Eindruck von der strategischen Bedeutung der Bucht während des Kalten Krieges.
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