Bels, Stadt in der Ukraine
Belz ist eine kleine Stadt in der westlichen Ukraine, gelegen zwischen den Flüssen Solokiya und Richytsia nahe der Grenze zu Polen. Die Stadt erstreckt sich über etwa fünf Quadratkilometer und liegt auf etwa 200 Metern Höhe, wobei ihre Struktur traditionell zwischen einem befestigten Zentrum, einem Handelsviertel und umliegenden Vororten unterteilt war.
Belz wurde erstmals 1031 erwähnt, als Fürst Jaroslav der Weise eine Burg hier gegen die Polen verteidigte, und war danach Teil der Galicia-Volyn Fürstentümer, Litauens, Ungarns und Polens. Die Stadt erhielt 1377 Magdeburgrechte, was ihre Selbstverwaltung und ihren Handel stärkte, und wurde von 1884 mit einer Eisenbahn verbunden, was ihre Entwicklung als regionales Handelszentrum vorantrieb.
Belz war lange Zeit ein Zentrum jüdischen Lebens und des Hasidismus, eine Bewegung, die im 18. Jahrhundert in der Region verbreitet war. Der Name "Mayn Shtetele Belz" aus einem bekannten Lied aus den 1930er Jahren spiegelt wider, wie die Menschen die Stadt als lebendig und voller Gemeinschaft empfanden.
Beim Besuch von Belz sollte man damit rechnen, dass viele Strukturen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zerstört oder beschädigt sind, aber einzelne alte Gebäude und die kleine Altstadt sind noch sichtbar. Die Stadt ist klein mit etwa 2000 Einwohnern, daher lässt sich das historische Zentrum zu Fuß erkunden.
Belz war ein Zentrum der keltischen Lugii und später der germanischen Goten, bevor slawische Stämme wie die Buzhanen und Weißen Kroaten kamen, was die Region zu einer Kreuzung verschiedener alter Kulturen machte. Archäologen haben Werkzeuge, Keramik und Begräbnisse aus der Bronzezeit und älteren Zeiten gefunden, die zeigen, dass der Ort bereits tausende Jahre bewohnt war.
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