St.-Andreas-Kirche, Orthodoxe Kirche am Sankt-Andreas-Abstieg, Kyiv, Ukraine.
Die Andreaskirche ist ein orthodoxes Gotteshaus an der Andreassteige in Kiew, Ukraine, das durch weiße Fassaden mit goldenen Details und fünf blauen Kuppeln auffällt. Das Bauwerk aus Ziegeln erstreckt sich über eine Länge von 30 Metern, eine Breite von 23 Metern und erreicht eine Höhe von 46 Metern, wobei Säulen und geschwungene Linien den Barock widerspiegeln.
Kaiserin Elisabeth I. von Russland beauftragte den italienischen Architekten Francesco Rastrelli mit dem Entwurf der Kirche, die zwischen 1747 und 1754 errichtet wurde. Das Bauwerk entstand als Zeichen der russischen Präsenz in der Ukraine und wurde auf einem Hügel mit Blick auf den Dnjepr platziert.
Die Kirche trägt den Namen des Apostels Andreas, der laut Überlieferung auf den Hügeln am Dnjepr gepredigt haben soll. Heute dient das Gebäude als Museum und zieht Besucher an, die den reich verzierten Innenraum und die religiösen Kunstwerke betrachten möchten.
Die Kirche erreicht man über die Andreassteige, eine gepflasterte Straße, die den historischen Podil-Bezirk mit der Kiewer Innenstadt verbindet. Der steile Aufstieg erfordert festes Schuhwerk, und Besucher sollten für den Rückweg zusätzliche Zeit einplanen.
Das Gebäude besitzt keine Glocken, da eine örtliche Legende besagt, dass ihr Klang den Dnjepr veranlassen würde, das linke Ufer zu überfluten. Diese Besonderheit unterscheidet die Kirche von anderen orthodoxen Gotteshäusern in der Region, die üblicherweise Glocken für ihre Liturgie verwenden.
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