Roter Wald, Heiliger Wald in Vyshhorod Raion, Ukraine.
Der Rote Wald ist ein Kieferngebiet nahe dem ehemaligen Kernkraftwerk Tschernobyl, das seinen Namen von der rotbraunen Färbung erhielt, die die Bäume nach dem Reaktorunfall zeigten. Das Waldstück liegt innerhalb der Sperrzone und bleibt ein Gebiet mit erhöhter Strahlung, das wissenschaftlich überwacht wird.
Der Wald wurde nach der Katastrophe von 1986 stark kontaminiert und musste größtenteils gerodet werden, wobei das verseuchte Material vergraben wurde. Seitdem hat sich die Vegetation langsam erneuert, obwohl die Strahlung im Boden weiterhin messbar bleibt.
Der Wald stellt ein Zeugnis der Umwelterhaltung dar, wo die Natur ohne menschliche Eingriffe weiterbesteht und zu einem Symbol der Regeneration wird.
Der Wald kann nur mit Sondergenehmigung und in Begleitung autorisierter Führer besucht werden, da das gesamte Gebiet streng kontrolliert wird. Besucher müssen sich an Sicherheitsregeln halten und dürfen nichts aus der Zone mitnehmen.
Die neue Vegetation wächst auf kontaminiertem Boden, der mit schwerem Gerät umgepflügt wurde, um die ursprünglich verseuchten Bäume zu vergraben. Diese Schicht aus begrabenen organischen Resten bildet heute eine Art unterirdische Zeitkapsel des Unfalls.
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