Katakomben von Odessa, Geologisches Denkmal im Oblast Odesa, Ukraine.
Die Katakomben von Odessa sind ein unterirdisches Netz von Gängen, das sich über mehr als 2.500 Kilometer erstreckt und bis zu 60 Meter unter dem Meeresspiegel reicht. Das System besteht aus drei verschiedenen Ebenen, die durch schmale Korridore und größere Kammern miteinander verbunden sind.
Im 19. Jahrhundert entstanden diese Gänge durch den Abbau von Kalkstein für den Bau der Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs nutzen sowjetische Partisanen die Tunnel als Verstecke und Kommunikationswege.
Das Museum des Partisanenruhms in Nerubaiske zeigt Gegenstände und Zeugnisse aus der Zeit, als Widerstandskämpfer diese Gänge als Zufluchtsort nutzten. Besucher sehen Alltagsgegenstände, handgezeichnete Karten und Waffen, die das Leben unter der Erde während der Besatzung dokumentieren.
Besucher dürfen die Tunnel nur mit erfahrenen Führern betreten, da das weitläufige Netz mehr als 1.000 Eingänge umfasst und sich leicht darin verirren lässt. Warme Kleidung wird empfohlen, da die Temperatur im Inneren das ganze Jahr über kühl bleibt.
Wissenschaftler haben mehr als 50.000 fossile Knochen aus der Zeit vor 3,7 Millionen Jahren in diesen Gängen entdeckt, darunter Überreste von Mastodons und Säbelzahntigern. Die Funde zeigen, dass diese Höhlen einst Zufluchtsort für längst ausgestorbene Tiere waren.
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