Ghetto Lemberg, Jüdischer Sperrdistrikt in Lviv, Ukraine
Das Lvover Ghetto war ein abgegrenzter Wohnbezirk im Norden von Lwiw, der sich über mehrere Straßen erstreckte und durch Holztore, Stacheldraht und Wachtürme gekennzeichnet war. Die Bewohner lebten unter extremer Überbelegung auf engem Raum, wobei verschiedene Bereiche für unterschiedliche Zwecke genutzt wurden.
Die Deutschen errichteten diesen abgeriegelten Bezirk im November 1941 und zwangen etwa 80.000 jüdische Bewohner, ihre Häuser in der ganzen Stadt zu verlassen. Die Fläche wurde später schrittweise verkleinert, während die Bevölkerung durch Deportationen und Gewalt drastisch reduziert wurde.
Der Judenrat führte die interne Verwaltung, richtete Nahrungsmittelverteilungszentren, medizinische Einrichtungen und Arbeitszuweisungssysteme ein.
Der Ort liegt im nördlichen Teil von Lwow, erreichbar mit den Straßenbahnen 6 und 9 vom Hauptbahnhof in die Nähe des Zamarstyniv-Viertels. Vor dem Besuch sollte man sich Zeit nehmen, um die Geschichte und die Markierungen vor Ort zu verstehen, da es ein Ort von großer Bedeutung ist.
Bewohner gruben geheime Tunnel und Durchgänge unter der Stadt, um Fluchtmöglichkeiten zu schaffen und der Deportation zu entgehen. Diese unterirdischen Wege ermöglichten es einigen wenigen, sich vor der Verfolgung zu verstecken.
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