Lysa Hora, Naturschutzgebiet und historische Festung im Bezirk Holosiiv, Kiew, Ukraine
Lysa Hora ist ein bewaldeter Hügel im Stadtteil Holosiiv in Kiew, Ukraine, in der Nähe der Stelle, wo die Flüsse Dnipro und Lybid zusammenfließen. Die Spitze bleibt frei von dichter Vegetation und bietet freie Sicht, während die Hänge von Bäumen und Pfaden durchzogen sind.
Die russische Armee errichtete 1872 eine Festungsanlage auf der Hügelspitze, die später als Hinrichtungsstätte für politische Gefangene zwischen 1906 und 1917 genutzt wurde. Nach dem Fall des Russischen Reiches verlor die Anlage ihre militärische Funktion und verfiel allmählich.
Der Ort diente über Jahrhunderte als Schauplatz für Feste rund um die Sommersonnenwende, bei denen Menschen auf freiem Feld Feuer entzündeten. Heute spazieren Einheimische auf den waldigen Pfaden, vorbei an geschnitzten Holzskulpturen, die heidnische Figuren aus alten Erzählungen darstellen.
Besucher können zu Fuß vom U-Bahnhof Wydubichi aus in südwestlicher Richtung zur Anhöhe gelangen, indem sie den markierten Wegen durch das Waldgebiet folgen. Die Wege sind in der Regel gut begehbar, aber bequemes Schuhwerk ist ratsam, da einige Abschnitte uneben sein können.
Einheimische Forscher betrachten das Gebiet als geopathische Zone, in der unterirdische Wasserströme und geologische Bruchlinien aufeinandertreffen. Eine alte Legende berichtet von einer riesigen Schlange, die sich hier in den Schwanz beißt und so einen Kreis schließt.
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