Lybid, Rechter Nebenfluss des Dnepr in Kiew, Ukraine
Der Lybid-Fluss ist ein rechter Nebenfluss des Dnjepr, der sich etwa 16 Kilometer durch Kyiv schlängelt und südlich des Stadtzentrums in den Dnjepr mündet. Heute fließt das Wasser größtenteils durch Betonkanäle unter vielen Straßen, wobei es vor allem entlang von Eisenbahnlinien im Südosten sichtbar wird.
Das erste schriftliche Zeugnis des Lybid-Flusses stammt aus dem Jahr 968, als die Petchenegen Kyiv belagerten und Wasserstellen für ihre Pferde dokumentiert wurden. Der Fluss blieb während der gesamten mittelalterlichen Geschichte Kyivs ein wichtiger lokaler Wasserlauf.
Der Fluss erhielt seinen Namen von Lybid, der Schwester von Kyi, Shchek und Khoryv, die nach einer alten Legende die Stadt Kyiv gründeten. Der Name verbindet den Fluss direkt mit den Ursprüngen der Stadt und ist in der lokalen Erzählung bis heute präsent.
Der Fluss ist heute größtenteils kanalisiert und fließt unter der Stadt, was direkten Zugang erschwert. Beste Sicht hat man von Bahnstrecken im Südosten oder bei Spaziergängen in Parks, wo der Fluss zeitweise auftaucht.
Im 19. Jahrhundert betrieb der Fluss drei Wassermühlen entlang seines Verlaufs und bildete in einem breiteren Abschnitt ein Staubecken. Diese industrielle Nutzung prägte das Aussehen und die Bedeutung des Flusses für die damalige Stadt.
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