Choral-Synagoge, Orthodoxe Synagoge in Mariupol, Ukraine
Die Synagoge von Mariupol ist ein Backsteingebäude an der Georgievskaya Straße 18 mit neoklassizistischem Design, gekennzeichnet durch hohe Bögen, Gesimse und einen dreieckigen Giebel an der Fassade. Das Bauwerk wurde im späten 19. Jahrhundert errichtet und kombiniert klassische architektonische Elemente mit solider Ziegelbauweise.
Die Synagoge wurde 1882 im Haus des Kaufmanns Anton Chabanenko gegründet und war die zweite jüdische Gebetsstätte in Marrupols Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und wurde für verschiedene Zwecke genutzt, bevor es später zu Privatbesitz wurde.
Die Synagoge war ein wichtiger Ort für die jüdische Gemeinde von Mariupol und diente als Versammlungsort für religiöse Feiern und Gebete. Die innere Aufteilung mit separaten Bereichen für Männer und Frauen sowie erhöhten Galerien spiegelte die religiösen Praktiken der Zeit wider.
Das Gebäude befindet sich an einer zentralen Straße und ist zu Fuß erreichbar, wobei die Neoclassical-Fassade leicht zu erkennen ist. Besucher sollten beachten, dass sich das Gelände in privatem Besitz befindet und der Zugang möglicherweise eingeschränkt ist.
Das Gebäude wurde 2021 als Ausstellungsort für eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des Holocaust in der Ukraine genutzt, unterstützt durch lokale Behörden. Diese Neubelebung des Ortes zeigt, wie das historische Bauwerk weiterhin Raum für Erinnerung und Vermächtnis bietet.
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