Massaker von Butscha, Kriegsverbrechen und Massaker in Bucha, Ukraine
Das Bucha-Massaker bezeichnet eine Reihe von Kriegsverbrechen und Massentötungen, die sich während der russischen Besatzung der ukrainischen Stadt Bucha bei Kyjiw im Jahr 2022 ereigneten. Nach dem Rückzug der russischen Truppen wurden zahlreiche Leichen auf den Straßen und in Massengräbern entdeckt, viele mit Zeichen von Hinrichtungen und Folter.
Russische Streitkräfte besetzten Bucha Ende Februar 2022 zu Beginn des Einmarsches in die Ukraine und hielten die Stadt etwa einen Monat lang unter Kontrolle. Nach ihrem Abzug Anfang April 2022 wurden die Verbrechen entdeckt, was weltweit Forderungen nach Ermittlungen durch den Internationalen Strafgerichtshof auslöste.
In Bucha wurde entlang der Jablunska-Straße ein provisorisches Denkmal errichtet, wo Anwohner Blumen, Fotos und persönliche Gegenstände der Opfer niederlegen. Diese schlichten Gedenkstätten werden von Überlebenden und Angehörigen regelmäßig besucht und gepflegt.
Bucha liegt rund 30 Kilometer nordwestlich von Kyjiw und ist mit der Vorortseisenbahnlinie der Stadt verbunden. Wer die Gedenkstätten besuchen möchte, sollte sich im Voraus über den aktuellen Sicherheitsstatus informieren, da das Gebiet von den Ereignissen des Krieges weiterhin betroffen ist.
Satellitenbilder, die nach der Entdeckung der Leichen veröffentlicht wurden, zeigen, dass viele Körper bereits während der russischen Besatzung auf den Straßen lagen, was russische Behauptungen widerlegte, die Szenen seien nach dem Abzug inszeniert worden. Diese Bilder wurden zu einem zentralen Beweisstück in internationalen Ermittlungen.
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