Französisch-Guinea, Französisches Kolonialgebiet in Westafrika.
Französisch-Guinea war ein Kolonialgebiet an der Westküste Afrikas, das sich vom Atlantik bis in die Waldregionen im Landesinneren erstreckte. Das Territorium grenzte im Norden an Senegal und Mali, im Süden an Sierra Leone und Liberia, während die Elfenbeinküste den östlichen Nachbarn bildete.
Frankreich etablierte 1849 ein Protektorat über das Gebiet und verwandelte es bis 1898 in eine vollständige Kolonie. Die Verwaltung wurde 1904 in die Föderation Französisch-Westafrika eingegliedert, bis das Land 1958 unabhängig wurde.
Die Bevölkerung bestand aus vier Hauptethnien: Peuls mit 35%, Malinke 30%, Susu 20% und Kissi bildeten 14% der Einwohner.
Die französische Sprache blieb nach der Unabhängigkeit im offiziellen Gebrauch, während lokale Sprachen im Alltag weiterhin ihre Rolle behielten. Heute sind über zwanzig einheimische Sprachen in verschiedenen Regionen des Landes vertreten.
Im Jahr 1958 war Guinea die einzige französische Kolonie, die de Gaulles Verfassungsvorschlag ablehnte, was unmittelbar zur Unabhängigkeit führte. Frankreich zog daraufhin innerhalb weniger Wochen seine gesamte Verwaltung und Unterstützung zurück.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.