Montserrat, Britisches Überseegebiet in den Kleinen Antillen, Karibik.
Montserrat ist ein britisches Überseegebiet auf den Kleinen Antillen in der Karibik und erstreckt sich über rund 102 Quadratkilometer bergiges Gelände mit dichtem Regenwald, schwarzen Sandstränden und vulkanischen Überresten im südlichen Teil. Der nördliche Bereich bleibt bewohnbar und beherbergt Ortschaften sowie Infrastruktur, während der Süden von einer Sperrzone umgeben ist.
Die britische Kolonisierung begann im 17. Jahrhundert, als Siedler Zuckerrohrplantagen errichteten, die bis zur Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert auf versklavte afrikanische Arbeiter angewiesen waren. Später prägten wirtschaftliche Veränderungen und Naturereignisse das kleine Territorium, bevor Vulkanausbrüche Ende des 20. Jahrhunderts große Teile unbewohnbar machten.
Die Bewohner pflegen afrikanische und irische Bräuche in Form von Musik und Tanzaufführungen, während ein jährlicher Festtag zu Ehren des heiligen Patrick die Schichten der kolonialen Vergangenheit widerspiegelt. Diese Mischung zeigt sich besonders bei öffentlichen Veranstaltungen, bei denen Calypso-Rhythmen auf Geigenklänge treffen und Besucher einen Eindruck von der kulturellen Verschmelzung erhalten.
Reisende kommen über den John A Osborne Flughafen mit Anschlussflügen von Antigua an und finden Unterkünfte vorwiegend in den nördlichen bewohnten Bezirken. Die beste Reisezeit liegt zwischen Dezember und April, wenn trockenes Wetter das Erkunden der Wanderwege und Küstenabschnitte erleichtert.
Seit 1995 andauernde Ausbrüche der Soufrière Hills begruben die ehemalige Hauptstadt Plymouth unter Asche und pyroklastischen Strömen, wodurch zwei Drittel des Gebiets unbewohnbar wurden. Besucher können Aussichtspunkte erreichen, die einen sicheren Blick auf die Ruinen und den weiterhin aktiven Vulkan ermöglichen.
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