Whitechapel, Stadtteil im Osten Londons, Großbritannien
Whitechapel ist ein Stadtteil im Londoner Bezirk Tower Hamlets im Osten der Stadt, der sich beiderseits der langen Hauptstraße erstreckt, die vom Stadtrand in Richtung Zentrum führt. Die Gegend umfasst mehrstöckige Wohnblocks aus Backstein, viktorianische Gebäude mit Ladenfronten im Erdgeschoss und moderne Bürokomplexe, die sich um die U-Bahn-Stationen gruppieren.
Die Gegend entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert zu einem Aufnahmegebiet für hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich und später für jüdische Einwanderer aus Osteuropa, die hier Seidenwebereien und Werkstätten eröffneten. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich Familien aus dem heutigen Bangladesch nieder, die vor allem im Textilsektor arbeiteten und das Gesicht des Viertels bis heute prägen.
Der Name des Stadtteils stammt von der weißen Kapelle der St. Mary Matfelon Kirche, die im 14. Jahrhundert hier stand und von der heute nur noch eine Gedenktafel übrig ist. Entlang der Hauptstraßen reihen sich bengalische Restaurants und Geschäfte aneinander, während in den Seitenstraßen oft das Aroma von Gewürzen und gebratenem Fleisch in der Luft liegt.
Wer sich orientieren möchte, kann von den beiden U-Bahn-Stationen ausgehen, die jeweils nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen und als Ankerpunkte dienen. Der größte Teil der Läden und Esslokale konzentriert sich entlang der Durchgangsstraße, wobei man die ruhigeren Seitenstraßen aufsuchen kann, wenn man dem Verkehrslärm entgehen möchte.
Im Innenhof der Royal London Hospital Chapel steht ein kleiner Glockenturm mit einer Glocke, die früher geläutet wurde, um den Chirurgen zu signalisieren, dass ein Patient für eine Operation bereit war. In der Nähe der Aldgate East Station befindet sich ein kurzes Stück der mittelalterlichen Stadtmauer, das zwischen modernen Gebäuden eingeklemmt ist und oft von Passanten übersehen wird.
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