Antoninuswall, Römische Verteidigungsmauer in Zentralschottland.
Der Antonine Wall ist eine römische Verteidigungslinie zwischen den Mündungsgebieten der Flüsse Clyde und Forth in Zentralschottland und erstreckt sich über rund 63 Kilometer. Die Befestigung besteht aus einem Torfwall auf steinernen Fundamenten mit Kastellen und Wachtürmen in regelmäßigen Abständen.
Zwischen 142 und 144 wurde die Befestigung unter Kaiser Antoninus Pius von drei römischen Legionen errichtet, um die Nordgrenze des Reiches weiter nach Norden zu verlegen. Die Römer gaben sie jedoch bereits nach etwa zwanzig Jahren wieder auf und zogen sich zum Hadrianswall zurück.
Die Truppen aus verschiedenen Teilen des Römischen Reiches errichteten Kastelle und Wachtürme entlang der Befestigungslinie, wobei jede Einheit ihre eigenen Bautechniken und Inschriften mitbrachte. Heute zeigen Fundamente und Erdwälle an mehreren Stellen, wie die Soldaten lebten und das Gelände für ihre militärischen Zwecke nutzten.
Gut erhaltene Abschnitte befinden sich bei Bar Hill Fort und Rough Castle, wo man Reste von Gebäuden und Befestigungen sehen kann. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist bei trockenem Wetter, da das Gelände an manchen Stellen abschüssig und schlammig sein kann.
Nördlich des Walls legten die Legionäre einen Graben von etwa zwölf Metern Breite und dreieinhalb Metern Tiefe an, während sie die ausgehobene Erde aufschütteten. Diese Anordnung verstärkte die Verteidigungswirkung und machte jeden Angriff schwieriger.
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