Wat’s Dyke, Lineares Erdwerk in Powys, Wales
Wat's Dyke ist eine Erdschüttung aus dem frühen Mittelalter, die sich über etwa 64 Kilometer zwischen dem Fluss Dee und dem Fluss Severn erstreckt. Die Struktur besteht aus einem erhöhten Damm auf der östlichen Seite und einem grabenen Graben auf der westlichen Seite, der ursprünglich viel tiefer war.
Die Struktur wurde wahrscheinlich zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert erbaut und war eine Reaktion auf die Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen anglischen und walisischen Königreichen. Archäologische Funde in der Nähe zeigen, dass Menschen dieser Zeit fortgeschrittene Bautechniken kannten und einsetzten.
Das Bauwerk markiert die frühmittelalterliche Grenze zwischen zwei Königreichen und zeigt, wie Menschen damals ihre Territorien durch gewaltige Erdarbeiten kennzeichneten. Besucher können heute noch an den Überresten sehen, wie wichtig diese Grenzziehung für die damalige Bevölkerung war.
Der beste Weg, die Struktur zu erkunden, ist das Wat's Dyke Way, ein Wanderweg, der der ursprünglichen Linie folgt und verschiedene Aussichtspunkte bietet. Gute Wanderschuhe sind wichtig, da der Weg durch Felder und hügeliges Gelände führt und das Wetter schnell wechseln kann.
An einigen Stellen wurde der Graben bis zu sechs Meter breit und drei Meter tief ausgegraben, was zeigt, dass die Erbauer damals in der Lage waren, massive Projekte zu planen und auszuführen. Solche Dimensionen verdeutlichen, welch großen Aufwand die damaligen Gesellschaften für Grenzziehungen betrieben.
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