Bahnhof Liverpool Street, Eisenbahnknotenpunkt in der City of London, Vereinigtes Königreich
Liverpool Street station ist ein Kopfbahnhof in der City of London, der den Osten Englands mit der Hauptstadt verbindet und täglich etwa 175.000 Reisende abfertigt. Der Bahnhof verteilt sich auf zwei getrennte Bahnsteiggruppen mit insgesamt 18 Gleisen, dazu kommen die Zugänge zu mehreren U-Bahn-Linien im Untergrund.
Der Bahnhof eröffnete im Jahr 1874 als Endpunkt der Great Eastern Railway auf dem Gelände eines früheren Krankenhauses und wurde rasch zu einem wichtigen Knotenpunkt für Pendler aus den östlichen Vorstädten. Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg folgten mehrere Umbauten, darunter ein großer Eingriff zu Beginn der 1990er Jahre.
Der östliche Teil des Bahnhofs behält noch Teile des ursprünglichen Eisendachs aus Glas und Eisen, das typisch für die britischen Bahnhofsbauten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist. Diese Konstruktion lässt natürliches Licht auf die Bahnsteige fallen und vermittelt eine Vorstellung davon, wie Reisende der viktorianischen Zeit den Raum erlebten.
Die Bahnsteige liegen auf zwei Ebenen, wobei die höher gelegenen Gleise für Vorortverbindungen und die tieferen für Fernzüge gedacht sind. Die Ausschilderung führt zu den U-Bahn-Linien und den Hauptausgängen in Richtung Bishopsgate und Moorgate.
Ein kleiner Bereich im östlichen Teil zeigt noch sichtbare Spuren der Bombenschäden aus dem Jahr 1941, die bei der Sanierung absichtlich erhalten wurden. Dieser Abschnitt erinnert an die Rolle des Bahnhofs während des Luftkriegs über London und wird von vielen Besuchern übersehen.
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