Gruinard Island, Insel in Highland, Schottland
Gruinard Island ist eine Insel in der Gruinard Bay an der Nordwestküste Schottlands, die zwischen Gairloch und Ullapool im Atlantik liegt. Die Landmasse zeigt eine ovale Form mit einer Länge von etwa 2 Kilometern (1,2 Meilen) und einer Breite von rund 1 Kilometer (0,6 Meilen) bei Ebbe.
Das Eiland gehörte im 16. Jahrhundert dem Clan MacKenzie und wurde von einer kleinen Gemeinschaft bewohnt, bis die letzten sechs Bewohner es in den 1920er Jahren verließen. Während des Zweiten Weltkriegs führte die britische Regierung hier Versuche mit biologischen Kampfstoffen durch, die das Land für Jahrzehnte unbewohnbar machten.
Der Ort erlangte während des Zweiten Weltkriegs durch militärische Experimente zu biologischen Effekten wissenschaftliche Bedeutung.
Die Anfahrt erfolgt ausschließlich per Boot vom schottischen Festland aus, da keine regelmäßigen Fährverbindungen oder öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Auf dem Eiland gibt es weder Gebäude noch Versorgungseinrichtungen, weshalb Besucher vollständig auf sich selbst gestellt sind.
Nach der Kontamination durch Milzbrand-Experimente blieb das Eiland über vier Jahrzehnte lang für Menschen und Tiere gesperrt, bis die britische Regierung es mit 280 Tonnen Formaldehydlösung behandelte. Im Jahr 1990 wurde das Gebiet offiziell für sicher erklärt und einem Erben der ursprünglichen Besitzerfamilie für einen symbolischen Preis von 500 Pfund zurückgegeben.
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