Argyll, Historische Region in Westschottland
Diese historische Grafschaft nimmt große Teile der westlichen schottischen Küste ein und erstreckt sich über das Festland sowie zahlreiche vorgelagerte Inseln im Atlantik. Das Gebiet ist von tief eingeschnittenen Meeresarmen geprägt, die sich zwischen bewaldeten Hügeln und kahlen Bergen hindurchschlängeln und an skandinavische Fjorde erinnern.
Der Name stammt aus dem Altirischen und bedeutet Grenzland der Gälen, ein Hinweis auf das mittelalterliche Königreich, das hier einst bestand. Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet Teil des schottischen Königreichs und blieb bis ins 20. Jahrhundert eine eigenständige Verwaltungseinheit.
Das Kilmartin-Tal enthält zahlreiche archäologische Denkmäler aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit, mit Standsteinen und Grabcairns aus der Zeit um 3000 v.Chr.
Wer die Region erkunden möchte, sollte mehrere Tage einplanen, da viele Orte über gewundene Küstenstraßen oder per Fähre zu erreichen sind. Das Wetter ändert sich hier rasch und Regenjacken sowie festes Schuhwerk sind das ganze Jahr über ratsam.
Die Küstenlinie misst über 3.700 Kilometer und übertrifft damit die gesamte französische Meeresküste an Länge. Mehr als zwei Dutzend Brennereien sind über das Gebiet verstreut und produzieren lokale Spirituosen mit dem Geschmack von Torf und Salzluft.
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