Dyea, ghost town
Dyea ist eine ehemalige Siedlung an der Taiya River-Mündung in Alaska, wo während des Klondike-Goldrauschs Anfang 1898 bis zu 3.500 Menschen lebten. Heute sind nur noch wenige Ruinen, alte Holzreste und drei Friedhöfe an diesem Ort zu sehen, wo einst über 150 Geschäfte, Hotels und Bars tätig waren.
Dyea entstand 1886 als Handelsposten von John J. Healy und Edgar Wilson und wuchs nach 1897 explosionsartig, als Nachrichten von Goldfunden sich verbreiteten und Tausende Prospektoren ankamen. Der Niedergang folgte schnell nach einer Lawine im April 1898 und der Eröffnung einer Eisenbahn von Skagway, die den Ort obsolet machte.
Dyea trägt einen Namen, der aus dem Tlingit-Wort 'Dayéi' stammt, was 'packen' bedeutet und auf die intensive Handelsaktivität der Ureinwohner anspielt. Die Chilkat und Chilkoot Tlingit nutzten diese Stelle jahrhundertelang als Handelsknotenpunkt, bevor Prospektoren kamen, und ihre Präsenz prägt bis heute die Geschichte des Ortes.
Besucher können die Ruinen des alten Ortes entlang der Taiya River erkunden und dabei die markierten Pfade im Klondike Gold Rush National Historical Park nutzen. Der Zugang erfolgt in der Regel auf dem Wasserweg oder über längere Wege, weshalb mehrere Stunden Zeit eingeplant werden sollten.
Am Palmsonntag 1898 tötete eine massive Lawine auf dem Chilkoot Trail über 60 Menschen auf einmal und machte international Schlagzeilen, was zum Rückgang von Dyea beitrug. Dieser Bergrutsch bleibt eines der größten Unglücke der Goldrauschistorie und wird auf dem Ort noch heute erinnert.
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