Fort Thunder, Underground-Musikstätte im Stadtteil Olneyville, Providence, Vereinigte Staaten
Fort Thunder war ein Kunstort auf der zweiten Etage eines ehemaligen Textilgebäudes im Stadtteil Olneyville, wo zwischen 1995 und 2001 Live-Musik, Kunstinstallationen und experimentelle Veranstaltungen stattfanden. Der Raum funktionierte gleichzeitig als Konzerthalle und als Wohnraum für die beteiligten künstlerischen Kollektive.
Der Ort entstand 1995 in einem Fabrikgebäude aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg und wurde 2001 geschlossen. Der Abriss folgte kurz darauf, um Platz für Einzelhandelsflächen und Parkplätze zu schaffen.
Fort Thunder war ein Treffpunkt für experimentelle Künstler und Musiker, die hier alternative Comics, Lärm-Rock und Video-Installationen schufen. Der Ort zog Kreative an, die außerhalb des Mainstreams arbeiten wollten und prägte damals die lokale Kunstszene nachhaltig.
Besuchende kamen nicht nur zu Konzerten, sondern erlebten auch Kunstinstallationen und Performance-Ausstellungen in einem sehr zugänglichen, offenen Raum. Die regelmäßigen Veranstaltungen wurden durch handgefertigte Plakate angekündigt, die das DIY-Ethos des Ortes widerspiegelten.
Mehrere Künstler aus diesem Ort wurden später zur renommierten Whitney Biennial in New York eingeladen und zeigten dort ihre Werke. Diese Anerkennung bewies, dass experimentelle Arbeit in diesem bescheidenen Fabrikraum internationale künstlerische Aufmerksamkeit verdient hatte.
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