Pennhurst State School and Hospital, Ehemaliges staatliches psychiatrisches Krankenhaus in Spring City, Pennsylvania.
Pennhurst State School and Hospital ist ein ehemaliges psychiatrisches Krankenhaus in Spring City, Pennsylvania, das sich über 257 Hektar erstreckt und 32 Gebäude umfasst. Die Anlage verfügt über unterirdische Tunnel, die ursprünglich als Verbindungswege zwischen den Gebäuden dienten und heute bei Führungen zugänglich sind.
Die Anstalt öffnete 1908 unter dem Namen Eastern Pennsylvania State Institution for the Feeble-Minded and Epileptic und nahm Patienten bis zur endgültigen Schließung im Jahr 1987 auf. Ein Fernsehbericht von 1968 führte zu öffentlicher Empörung und beeinflusste später die rechtliche Grundlage für die Behandlung von Menschen mit Behinderungen.
Der ursprüngliche Name der Einrichtung spiegelt die Haltung des frühen 20. Jahrhunderts gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung wider und zeigt den Wandel in der Gesellschaft. Heute nutzen Besucher das Gelände für Führungen, die zeigen, wie sich der Umgang mit Behinderungen über Jahrzehnte verändert hat.
Das Gelände ist an ausgewählten Tagen für historische Führungen geöffnet, die oft im Voraus ausgebucht sind, und Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da einige Bereiche uneben sind. Ein Museum auf dem Gelände zeigt Gegenstände und Dokumente zur Geschichte der Einrichtung und hilft, die Vergangenheit zu verstehen.
Der Gerichtsfall Halderman gegen Pennhurst aus dem Jahr 1974 führte zu einem wegweisenden Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Pflegeeinrichtungen klärte. Das Verfahren dauerte mehr als ein Jahrzehnt und gilt als einer der längsten Zivilprozesse in der amerikanischen Geschichte.
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