Camp Morton, Bürgerkriegsgefangenenlager in Indianapolis, Vereinigte Staaten
Camp Morton war ein Gefangenenlager in Indianapolis, das während des Bürgerkriegs etwa 36 Morgen mit Holzbaracken, Wachtürmen und Unterkunftsgebäuden umfasste. Die Anlage war speziell ausgelegt, um tausende confederate Soldaten während des Krieges unterzubringen.
Das Lager entstand 1861 als Trainingsplatz für Union-Truppen und wandelte sich 1862 nach der Schlacht von Fort Donelson in ein Gefangenenlager um. Diese Umwandlung markierte einen wichtigen Wendepunkt, da es sich schnell zu einer der größeren Gefängnisanlagen des Nordens entwickelte.
Der Lagerplatz spielte eine wichtige Rolle bei der Dokumentation von Kriegsgefangenen durch Fotografien und persönliche Berichte. Diese Aufzeichnungen wurden später in der Sammlung der Library of Congress bewahrt und bieten heute Einblicke in das Leben gefangener Soldaten.
Besucher können heute historische Markierungen im Crown Hill Cemetery erkunden, wo ungefähr 1600 confederate Soldaten aus dem Lager in einem eigenen Bereich begraben sind. Der Friedhof bietet einen zugänglichen Ort zum Gedenken an diese Soldaten und zum Verständnis ihrer Geschichte.
Das Gelande hatte vor und nach dem Krieg unterschiedliche Zwecke, einschließlich seiner Zeit als Schauplatz der Indiana State Fair. Dieser Wandel von Freizeitstätte zur Kriegsgefangenenlager und schließlich zu historischem Viertel zeigt die vielfältige Geschichte des Ortes.
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