Craney Island, Marine-Treibstoffdepot in Portsmouth, Virginia
Craney Island ist ein Militärstützpunkt zur Kraftstofflagerung an der Elizabeth River in Portsmouth, Virginia. Der nördliche Teil der Anlage wird vom U.S. Army Corps of Engineers als Ablagerungsfläche für Baggergut aus der Pflege der Schifffahrtsrinnen genutzt.
Während des Krieges von 1812 wehrten amerikanische Truppen am 22. Juni 1813 einen britischen Angriff auf die Insel ab und schützten so die nahe gelegenen Städte Norfolk und Portsmouth. Dieser Sieg festigte die strategische Bedeutung des Ortes in der Region dauerhaft.
Der Name der Insel geht auf einen Irrtum früher englischer Siedler zurück, die die hier lebenden Reiher fälschlicherweise für Kraniche hielten. Diese Vögel sind noch heute in der Gegend anzutreffen, was dem Ort einen besonderen Charakter verleiht.
Da es sich um eine Militäranlage handelt, ist der Zutritt für die Öffentlichkeit stark eingeschränkt, und eine vorherige Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden ist unbedingt erforderlich. Wer den Bereich vom Wasser aus beobachten möchte, sollte ruhigere Wetterverhältnisse wählen, um die Sicht zu verbessern.
Während des Bürgerkriegs diente die Insel kurzzeitig als Zufluchtsort für ehemals versklavte Menschen, die nach der Kriegsrecht als sogenanntes Kriegskonterbande eingestuft worden waren. Diese Episode dauerte bis 1863 und wird heute kaum noch erwähnt, obwohl sie ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Ortes darstellt.
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