Branford College, College in den Vereinigten Staaten
Das Branford College ist eines von vierzehn Wohnkollegs der Yale University im Bundesstaat Connecticut und öffnete 1933 seine Türen. Es besteht aus Steingebäuden, die einen ruhigen Innenhof umschließen, und wird vom Harkness Tower überragt, einem markanten Glockenturm mit einem Carillon aus vierundfünfzig Glocken.
Das Gebäudeensemble wurde zwischen 1917 und 1922 im Auftrag von Mrs. Stephen V. Harkness errichtet, zum Gedenken an ihren Sohn Charles, der 1916 gestorben war. Der Architekt James Gamble Rogers, selbst Yale-Absolvent, entwarf den Komplex im Stil der Oxforder Colleges und verwendete dabei Materialien aus verschiedenen Regionen, darunter Ziegel aus abgerissenen älteren Gebäuden.
Die Buntglasfenster in den Gebäuden wurden vom Künstler G. Owen Bonawit gestaltet und zeigen ein Y-förmiges Muster, das an das Yale-Symbol erinnert. Viele der Glasscheiben wurden absichtlich gebrochen und neu verlötet, um dieses Muster zu erzeugen, was man beim genauen Hinsehen noch heute erkennen kann.
Der Innenhof des Branford College ist für Besucher zugänglich und lädt zum Spazieren und Betrachten ein, während die Innenräume hauptsächlich den Studierenden vorbehalten sind. Ein Besuch am frühen Morgen oder am Nachmittag ermöglicht es, den Ort in Ruhe zu erkunden, bevor der Trubel des Campusalltags einsetzt.
Der Dichter Robert Frost bezeichnete den Innenhof des Branford College als einen der schönsten Colleginnenhöfe in ganz Amerika. Weniger bekannt ist, dass der Architekt James Gamble Rogers die Bäume auf dem Gelände sorgfältig in seine Planung einbezog und die Gebäude so ausrichtete, dass kein einziger Baum gefällt werden musste.
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