Cochran Gardens, Öffentlicher Wohnungskomplex im Norden von St. Louis, Missouri
Cochran Gardens war eine öffentliche Wohnsiedlung im Norden von St. Louis, Missouri, bestehend aus zwölf Gebäuden unterschiedlicher Höhe auf einem weitläufigen Gelände. Die Anlage bot erschwingliche Wohnungen für einkommensschwache Familien und war in ihrer Blütezeit ein lebendiges Stadtviertel.
Die Anlage wurde 1953 im Rahmen der Nachkriegs-Stadtentwicklung in St. Louis fertiggestellt. Im Jahr 1976 organisierten die Bewohner unter der Führung von Bertha Gilkey ein eigenes Verwaltungssystem, das später bundesweit als Vorbild galt.
Die Bewohner von Cochran Gardens übernahmen in den 1970er Jahren selbst die Verwaltung ihrer Wohnanlage, was damals in den USA äußerst selten war. Dieses Modell zog Besucher aus dem ganzen Land an, die sehen wollten, wie eine Gemeinschaft ihren eigenen Alltag organisieren kann.
Das Gelände existiert heute nicht mehr, da die Gebäude 2008 abgerissen wurden. Wer sich für die Geschichte der Anlage interessiert, findet Informationen in Archiven und Bibliotheken in St. Louis.
Der Besuch von Präsident George H. W. Bush im Jahr 1991 war ungewöhnlich, denn kaum ein Staatsoberhaupt besuchte in dieser Zeit eine Sozialbausiedlung zu diesem Zweck. Die Anerkennung auf höchster Ebene zeigte, wie weit die Bekanntheit dieses Verwaltungsmodells reichte.
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