Deer Island, Halbinsel im Hafen von Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten
Deer Island ist eine Landzunge in der Boston Harbor Region mit 185 Hektar Festland und 80 Hektar Gezeitenzone, die die Küstenlinie durchzieht. Besucher finden hier 24 Hektar öffentliche Parkfläche mit befestigten Wegen und Wanderpfaden vor.
Die Insel diente im Jahr 1675 während des King Philip's War als Internierungsstätte, wo etwa 500 Ureinwohner ohne angemessene Nahrung eingesperrt waren. Diese Zeit der Unterdrückung prägte die Insel dauerhaft in der Geschichte der Region.
Die Insel spielt eine zentrale Rolle im Gedenken an die Massaker der Kolonialzeit, wenn Nachfahren von Ureinwohnern jährlich hierher kommen, um ihre Ahnen zu ehren. Der Ort bleibt ein Zeugnis für die dunkle Vergangenheit, die sich heute in den Namen und den jährlichen Zeremonien widerspiegelt.
Das Gelände ist gut zugänglich mit einem befestigten Rundweg, allerdings ist der Untergrund in einigen Bereichen uneben und anspruchsvoll. Besucher sollten sich in warmen Monaten Zeit nehmen und das Wetter vor der Anreise überprüfen.
Unter der Erde befindet sich eine der größten Kläranlagen des Landes, die Abwässer von etwa 43 Gemeinden behandelt und damit die Wasserqualität des gesamten Hafens beeinflusst. Die Anlage arbeitet unsichtbar, während Besucher die Insellandschaft oben genießen.
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