Andijon, Verwaltungszentrum im Ferghanatal, Usbekistan
Andijan ist eine Verwaltungshauptstadt im südöstlichen Teil des Ferganatals in Usbekistan. Die Siedlung erstreckt sich über ein flaches Gebiet mit niedrigen Wohnvierteln, modernen Plätzen und mehreren Parks entlang der Straßen.
Die Siedlung bestand bereits im 7. Jahrhundert als Handelsstation an der Seidenstraße und entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem wichtigen Regionalzentrum. Im frühen 16. Jahrhundert wurde hier der Herrscher geboren, der später das Mogulreich in Indien gründete.
Die Stadt trägt ihren Namen vermutlich vom alten Handelsplatz Andiyon, der in persischen Quellen erwähnt wird. Viele Straßen im Zentrum zeigen heute Wandmalereien und Reliefs, die an lokale Dichter und Gelehrte aus der Region erinnern.
Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten nahe beieinander liegen. Im Sommer können die Temperaturen sehr hoch werden, daher empfiehlt sich ein Besuch am Morgen oder späten Nachmittag.
Eine Erdbebenserie im Jahr 1902 zerstörte viele ältere Bauten und veränderte das Stadtbild völlig. Diese Katastrophe führte dazu, dass kaum mittelalterliche Strukturen erhalten blieben, während spätere Gebäude das heutige Erscheinungsbild prägen.
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