Bắc Ninh, Provinz im Roten-Fluss-Delta, Vietnam
Bắc Ninh ist eine Provinz im Mündungsdelta des Roten Flusses im Norden Vietnams, die an Hanoi und mehrere Nachbarprovinzen grenzt. Die Landschaft besteht aus Tiefebenen mit verstreuten Hügeln, durchzogen von Flüssen wie dem Cầu und dem Đuống, die das Gebiet bewässern.
Die Gegend beherbergte in der Antike die Handelsstadt Luy Lâu, die zwischen dem 2. und dem 10. Jahrhundert als wichtiger Austauschort mit chinesischen und südostasiatischen Händlern diente. Später wurde hier 1077 am Ufer des Cầu das erste Unabhängigkeitsgedicht Vietnams vorgetragen, das den Widerstand gegen fremde Mächte besiegelte.
Die Region gilt als Wiege der Quan họ-Gesänge, bei denen Männer und Frauen abwechselnd melodische Zeilen austauschen, während sie in traditionellen Kostümen auf Booten oder bei Festivals sitzen. Viele Dörfer richten jährlich Frühlingsfeste aus, bei denen Besucher den Gesang live hören und die Verbindung zwischen Musik und Landwirtschaft verstehen können.
Die Hauptstadt der Provinz ist gut über Überlandstraßen von Hanoi aus erreichbar und bietet Zugang zu mehreren Pagoden und Handwerksdörfern in der Umgebung. Besucher können die Gegend das ganze Jahr über erkunden, wobei der Frühling aufgrund der Dorffeste besonders reizvoll ist.
Die Holzschnittdrucke aus dem Dorf Đông Hồ werden seit Jahrhunderten mit natürlichen Farben hergestellt und zeigen oft humorvolle Szenen aus dem Alltagsleben. Diese Drucke schmücken traditionell Häuser zum Neujahr und sind noch immer in einigen Werkstätten zu sehen, wo Handwerker die Technik weitergeben.
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