Literaturtempel, Konfuzianischer Tempel und alte Universität in Hanoi, Vietnam.
Van Mieu, der Literaturtempel, ist ein konfuzianischer Tempelkomplex und ehemalige Universität in Hanoi, Vietnam. Der Komplex erstreckt sich über fünf miteinander verbundene Höfe mit Zeremonienhallen, Gärten, Studienpavillons und steinernen Tafeln auf Schildkrötensockeln.
Kaiser Lý Thánh Tông gründete den Tempel im Jahr 1070 als konfuzianische Stätte zur Verehrung von Gelehrsamkeit. Sechs Jahre später entstand hier Vietnams erste nationale Universität, die über sieben Jahrhunderte lang bis 1779 Mandarine ausbildete.
Die steinernen Tafeln auf Schildkrötensockeln ehren 1307 Gelehrte, die zwischen 1442 und 1779 ihre Doktorprüfungen bestanden haben. Besucher sehen heute Studenten in traditioneller Kleidung, die vor den Stelen für Glück bei ihren eigenen Prüfungen beten und sich fotografieren lassen.
Der Komplex öffnet täglich und eignet sich am besten für einen morgendlichen Besuch, wenn die Höfe noch relativ ruhig sind. Besucher bewegen sich durch die fünf Höfe nacheinander und können dabei den schattigen Alleen folgen, die zwischen den Pavillons verlaufen.
Der Khuê Văn Pavillon im zweiten Hof erscheint auf der 100.000-Dong-Banknote und gilt als Symbol für die Bildungstradition des Landes. Das hölzerne Bauwerk aus dem Jahr 1805 zeigt vier kreisförmige Fenster mit Sonnenstrahlen, die Erleuchtung durch Wissen symbolisieren.
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