Haraz, Bergregion mit befestigten Dörfern im westlichen Jemen.
Jabal Haraz ist eine Gebirgsregion mit befestigten Dörfern im westlichen Jemen, wo Sandstein- und Basaltgebäude auf felsigen Gipfeln aufsteigen. Die Bergkette erstreckt sich zwischen Sanaa und Al-Hudaydah und verfügt über extensive Terrassierungssysteme, die den Berghängen folgen.
Während der Himyariten-Reich-Zeit fungierte Jabal Haraz als Karawanenroute, bevor es im 11. Jahrhundert zur zentralen Hochburg der Sulayhid-Dynastie wurde. Diese Umwandlung von einer Handelsstraße zu einem politischen Machtzentrum prägte die weitere Entwicklung der Region.
Die Dörfer zeigen traditionelle Lehmziegelarchitektur, bei der Häuser als schützende Mauern angeordnet sind und traditionelle Anbaumethoden durch ausgeprägte Terrassensysteme sichtbar machen. Die Bewohner nutzen diese Hanglagen seit Generationen, um verschiedene Kulturen in unterschiedlichen Höhenlagen anzubauen.
Manakhah, die zentrale Stadt der Bergkette, verfügt über einen regelmäßigen Markt, auf dem Einwohner aus umliegenden Dörfern zusammenkommen. Die Wege zwischen den Siedlungen sind steil und erfordern gute Trittsicherheit, daher ist warme und robuste Ausrüstung wichtig.
Die Terrassenhänge produzieren hochwertige Mocha-Kaffeebohnen, die in den höheren Lagen angebaut werden. Neben Kaffee gedeihen in den unterschiedlichen Höhenzonen auch Luzerne, Hirse und Linsen, was den vielfältigen landwirtschaftlichen Charakter der Region zeigt.
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