Gjermundbu-Helm, Wikingerhelm an der Universität Oslo, Norwegen.
Der Gjermundbu-Helm ist eine eiserne Kampfhaube aus dem 10. Jahrhundert, die aus vier Metallplatten mit Schutzelementen für Kopf und Nacken besteht. Das Stück befindet sich heute im Museum für Kulturgeschichte der Universität Oslo und wird durch moderne Konservierungstechniken wie Röntgenaufnahmen und 3D-Scans erforscht.
Der Helm wurde 1943 bei Grabungsarbeiten in der Nähe von Haugsbygd entdeckt und stammt aus dem 10. Jahrhundert. Er lag in einem Grabhügel und gehörte wahrscheinlich einem wohlhabenden Krieger, der dort bestattet wurde.
Der Helm zeigt Merkmale der Kriegerausrüstung, die Archäologen mit dem Alltag von Wikingerkriegern verbinden. Seine Konstruktion verrät etwas über die handwerklichen Fähigkeiten und die Rüstungstechniken jener Zeit.
Das Museum für Kulturgeschichte ist leicht von zentraler Lage aus zu erreichen und ermöglicht den Besuch mehrerer archäologischer Sammlungen an einem Ort. Besucher sollten vorab prüfen, ob die aktuelle Ausstellung zugänglich ist und wie lange ein Besuch dauert.
Der Helm weist Ähnlichkeiten mit Rüstungsstücken auf, die in Osteuropa gefunden wurden, was auf mögliche Handelsverbindungen zwischen Wikingern und der Kiewer Rus hindeuten könnte. Diese archäologischen Verbindungen zeigen, wie weitreichend die Netzwerke und Kontakte jener Zeit waren.
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