Chełm, Historische Stadt in der Woiwodschaft Lublin, Polen
Chełm liegt im östlichen Teil der Woiwodschaft Lublin und zieht sich entlang des kleinen Flusses Uherka durch eine hügelige Landschaft. Die Basilika auf dem höchsten Punkt überragt die Dächer der umliegenden Viertel und ist von vielen Stellen in der Umgebung sichtbar.
Die Stadtrechte wurden im Jahr 1233 erteilt und machten den Ort zu einem frühen Verwaltungszentrum in der Region. Zwischen 1250 und 1275 diente die Stadt als Hauptstadt des Königreichs Galizien-Wolhynien unter ruthenischer Herrschaft.
Der Name leitet sich aus dem slawischen Wort für Hügel ab und verweist auf die erhöhte Lage der Altstadt über dem Flusstal. Besucher bemerken in den Straßen noch heute die Spuren jüdischer Schriftzeichen an alten Häuserfronten und auf Friedhöfen am Stadtrand.
Ein Eisenbahnknoten verbindet die Stadt mit östlichen Teilen Polens und mit der Ukraine, was die Anreise mit dem Zug erleichtert. Einige Wege im Zentrum führen bergauf zu Aussichtspunkten, daher empfiehlt sich bequemes Schuhwerk für längere Spaziergänge.
Unter den Straßen verläuft ein weitläufiges Netz aus Kreidegängen und Kammern, das über Jahrhunderte hinweg beim Abbau von Kreide entstanden ist. Einige dieser unterirdischen Räume sind für Besucher geöffnet und zeigen alte Werkzeugspuren an den weißen Wänden.
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