Selvagem Grande, Insel im Atlantischen Ozean, Portugal
Selvagem Grande Island ist eine felsige Insel im Atlantischen Ozean, die zum portugiesischen Archipel der Selvagens-Inseln gehört und rund 260 Kilometer südlich von Madeira liegt. Die Insel ist von steilen Klippen umgeben, die direkt ins Meer fallen, und ihr höchster Punkt, der Pico da Atalaia, ragt etwa 153 Meter über den Meeresspiegel.
Die Selvagens-Inseln wurden 1438 von portugiesischen Seefahrern entdeckt und waren über Jahrhunderte im Privatbesitz, hauptsächlich zur Vogeljagd und zur Gewinnung von Federn genutzt. In den frühen 1970er-Jahren wechselten die Inseln den Besitzer und wurden zu einem Naturschutzgebiet erklärt.
Die Selvagens-Inseln beherbergen die weltgrößte Kolonie der Kuhls-Sturmtaucherin, was sie zu einem zentralen Ort für Vogelbeobachter macht. Wer auf den Felsen steht, kann die Geräusche und Bewegungen dieser Vögel direkt erleben.
Die Insel ist ein geschütztes Naturreservat, daher müssen Besucher sich vorher informieren und geltende Regeln einhalten, um Tiere und Pflanzen nicht zu stören. Wegen des felsigen Geländes und der Klippen empfiehlt sich festes Schuhwerk und besondere Vorsicht beim Gehen.
Obwohl Selvagem Grande die größte der Selvagens-Inseln ist, sind die beiden kleineren Nachbarinseln, Selvagem Pequena und Ilhéu de Fora, flach und mit weißem kalkhaltigem Sand bedeckt und beherbergen Pflanzenarten, die auf Selvagem Grande nicht vorkommen. Einige dieser Pflanzen, wie Monanthes lowei, wachsen nirgendwo sonst auf der Welt.
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