Miragaia, Flussviertel in Porto, Portugal
Miragaia ist ein altes Viertel am Ufer des Douro in Porto, geprägt von engen Kopfsteinpflastergassen, die sich zwischen dicht aneinandergereihten Häusern mit gefliesten Fassaden hindurchschlängeln. Die Straßen verlaufen teils entlang des Flusses und steigen teils steil ins Innere des Viertels an, wo sich Wohngebäude und kleine Läden abwechseln.
Das Viertel entstand im Mittelalter als Siedlung von Händlern, Fischern und Handwerkern, die von der Lage am Fluss profitierten. Im Laufe der Jahrhunderte formten der Hafen- und Handelsbetrieb die Struktur der Gassen und die Art der Bebauung.
In Miragaia sind viele alte Fassaden mit blau-weißen Azulejo-Kacheln bedeckt, die Szenen aus dem Alltag oder religiöse Motive zeigen und direkt von der Straße aus sichtbar sind. Diese Kacheln sind kein Museum, sondern ein Teil des Stadtbildes, das man beim Spazierengehen ganz nebenbei entdeckt.
Die Gassen sind eng und uneben, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk, da die Steigungen bei Nässe rutschig werden können. Von den oberen Stadtteilen aus ist das Viertel über Treppen und Fußwege erreichbar, während der Zugang vom Flussufer aus auf ebenem Weg möglich ist.
In die Mauern mancher Wohnhäuser sind kleine Brunnen eingebaut, die aus dem 16. Jahrhundert stammen und früher die tägliche Wasserversorgung der Bewohner sicherten. Die meisten Besucher gehen achtlos daran vorbei, ohne zu bemerken, dass es sich um erhaltene Gebrauchsobjekte aus dem Alltag vergangener Jahrhunderte handelt.
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