Ural, Gebirgskette im westlichen Russland
Die Berge ziehen sich über mehr als 2000 Kilometer vom Arktischen Ozean bis Kasachstan und bilden eine natürliche Grenze zwischen Europa und Asien. Die Gipfel sind meist abgerundet und sanft, nur im nördlichen Teil ragen schärfere, zerklüftete Formationen auf, die von Gletschern und Flüssen durchzogen werden.
Die Bergkette entstand während der Bildung des Superkontinents Pangäa vor etwa 350 Millionen Jahren und entwickelte sich bis zur Trias vollständig. Später wurde sie zu einer wichtigen Route für Pelzhandel und Erkundungszüge Richtung Sibirien, die Russlands östliche Expansion vorantrieben.
Ortschaften entlang der Bergkette leben weiterhin von der Verarbeitung von Halbedelsteinen wie Malachit und Amethyst, die in kleinen Werkstätten zu Schmuck und Souvenirs verarbeitet werden. Besucher können in Museen und lokalen Märkten die Ergebnisse dieser jahrhundertealten Handwerkstraditionen sehen und oft auch direkt bei Handwerkern kaufen.
Die östlichen Hänge sind wegen ausgedehnter Bergbauaktivitäten schwerer zugänglich, während die westlichen Seiten mehr Wanderwege und Schutzgebiete bieten. Besucher sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da das Klima selbst im Sommer kühl und regnerisch sein kann.
Der gesamte Gebirgszug gliedert sich in fünf verschiedene Abschnitte: Polar, Zirkumpolar, Nord, Mitte und Süd, jeder mit eigenen geologischen Besonderheiten und Vegetationszonen. An manchen Stellen im Mittelteil kann man innerhalb weniger Stunden zwischen europäischen und asiatischen Hängen hin und her gehen.
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