Urwälder von Komi, Naturreservat in der Republik Komi, Russland
Der Wald der Jungfernkomi ist ein ausgedehntes, unberührtes Waldgebiet im Westen der Uralkette, das sich über tausende Quadratkilometer erstreckt. Seine Struktur wird von dichten Nadelwäldern, Mooren und vier großen Flusseinzugsgebieten geprägt, die das Gelände durchqueren.
Das Gebiet erhielt 1995 den Titel UNESCO-Welterbestätte, das erste Naturschutzgebiet in Russland mit diesem internationalen Anerkennung. Diese Auszeichnung markierte einen Wendepunkt für den Schutz der noch unberührten Wildnis des Landes.
Die Komi sind seit Generationen in diesen Wäldern beheimatet und haben ihre traditionellen Lebensweisen bis heute bewahrt. Sie nutzen die Flussläufe und Waldwege wie früher, und ihre Siedlungen passen sich der Landschaft an, statt sie zu verändern.
Die meisten Teile sind schwer zugänglich und erfordern spezielle Fortbewegungsmittel wie Pferde, Boote oder Skiausrüstung wegen der fehlenden Straßen. Besucher sollten gut vorbereitet sein und sich der extremen Bedingungen in dieser abgelegenen Region bewusst sein.
Das Gebiet ist die Quelle für vier der größten Flüsse Russlands, darunter die Wolga und der Ob. Diese Flüsse versorgen große Teile des Landes mit Wasser, was diesen Wald zu einer kritischen Wasserquelle für Osteuropa macht.
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