Kirche des Nicht von Menschenhand geschaffenen Erlöserbildnisses im ehemaligen Andronikow-Kloster, Orthodoxe Kathedrale im Tagansky Bezirk, Moskau, Russland
Die Kirche der Heiligen Mandylion ist ein Steinbau mit weißen Mauern, schmalen Fenstern mit spitzem Bogengewölbe und einer einzelnen Kuppel auf einem gestuften zylindrischen Tambour. Das Gebäude besticht durch eine kompakte Grundform und vertikale Proportionen, die charakteristisch für frühe Moskauer Kirchenarchitektur sind.
Das Kirchengebäude wurde zwischen 1410 und 1427 errichtet und ist damit das älteste erhaltene Steinkirche Moskaus. Die Konstruktion spiegelt eine übergangsphase in der russischen Architektur wider, als Techniken und Formen von byzantinischen zu lokalen Traditionen verschoben.
Der Name der Kirche bezieht sich auf das heilige Mandylion, das Tuch mit dem Abbild Christi, das in der byzantinischen Tradition verehrt wurde. Der Innenraum zeigt noch heute Reste von Wandmalereien an den Altarfenstern, die von der künstlerischen Qualität des Ortes zeugen.
Das Gebäude ist Teil des Andrej-Rublew-Museums für altrussische Kunst und kann während der Museumsöffnungszeiten besichtigt werden. Regelmäßige Gottesdienste finden statt, und Besucher sollten beachten, dass zu diesen Zeiten der Zugang eingeschränkt sein kann.
Die Kirche war eng mit dem berühmten Ikonen-Maler Andrei Rublev verbunden, dessen Werke einst ihre Wände schmückten und die Kunstgeschichte der Region prägte. Der Ort bleibt heute ein Zeugnis dieser künstlerischen Verbindung und zieht Besucher an, die seine Rolle in der russischen Kunsttradition erkunden möchten.
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