Künstler malen auf den Kontinenten und wandeln Stadtviertel in wechselnde Freiluftgalerien um.
Street Art verwandelt globale Städte in Freiluftgalerien, in denen Wände zu Plattformen künstlerischer Ausdrucksformen werden. Von Miami bis Berlin, von São Paulo bis Neu-Delhi, Fresken und Graffiti definieren öffentliche Räume neu und laden Besucher ein, ganze Stadtteile zu erkunden, die dieser zeitgenössischen Kunstform gewidmet sind. Diese oftmals monumentalen Werke spiegeln die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Anliegen ihrer Zeit wider und verschönern das Alltagsleben der Bewohner. In Miami etabliert sich das Wynwood-Viertel als internationale Adresse mit 7.500 Quadratmetern bemalter Wände, geschaffen von Künstlern aus sechzehn Ländern. Berlin, geprägt von seiner Geschichte, beherbergt die East Side Gallery, eine 1,3 Kilometer lange Erinnerung an die ehemalige Mauer mit 105 Fresken von Künstlern aus einundzwanzig Ländern. In São Paulo bietet der Beco do Batman im Vila Madalena-Viertel einen farbenfrohen Streifzug durch enge Gassen voller ständig wechselnder Kunstwerke. Auch Neu-Delhi ist präsent mit dem Lodhi Colony-Viertel, wo großformatige Wandbilder internationaler Künstler mit der lokalen Architektur dialogisieren. Diese Orte ermöglichen es, urbane Kunst in ihrer Vielfalt und Dynamik zu erfassen.