Beit Achiqbash, Osmanisches Herrenhaus in Al-Jdayde, Syrien.
Beit Achiqbash ist ein Herrenhaus aus der Osmanischen Zeit im historischen Stadtkern von Aleppo, mit einem zentralen Innenhof und reich verzierten Wänden, Bögen und Nischen. Die Dekoration verbindet Elemente der mamlukischen Baukunst mit Rococo-Motiven, was dem Gebäude ein ungewöhnlich vielschichtiges Aussehen verleiht.
Das Haus wurde 1757 von einem christlichen Kaufmann erbaut und später von einem türkischen Bewohner übernommen, der ihm seinen Namen gab. Diese Abfolge von Eigentümern spiegelt das Nebeneinander verschiedener Gemeinschaften wider, das Aleppo im 18. Jahrhundert prägte.
Das Haus beherbergt ein Museum für Volkskunst, das Alltagsgegenstände aus verschiedenen Generationen zeigt, darunter Kochutensilien, Handwerkszeug und Haushaltsobjekte aus dem alten Aleppo. Wer durch die Räume geht, bekommt einen konkreten Eindruck davon, wie das Leben in einer wohlhabenden syrischen Stadtfamilie aussah.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt von Aleppo und ist am besten zu Fuß von den umliegenden Gassen aus erreichbar. Es empfiehlt sich, ruhig durch die Räume zu gehen und auf den Zustand der restaurierten Oberflächen zu achten.
Die Rococo-Motive, die an den Wänden zu sehen sind, gelangten nach Aleppo über die Handelswege des 18. Jahrhunderts, ohne dass sich europäische Handwerker direkt daran beteiligten. Lokale Handwerker übernahmen und adaptierten diese Motive eigenständig, was das Ergebnis von dem unterscheidet, was man in Europa zur gleichen Zeit sah.
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